Maltherapie
MALEN – AUSDRUCK – KREATIVITÄT UND EINZIGARTIGKEIT
Als Kind konnte ich meine Bedürfnisse und Wünsche sehr selten anbringen. Meine Eltern waren selber überfordert in einem fremden Land klarzukommen. Einerseits die Sprache, dazu noch die Mentalität. So musste ich schon sehr früh meine eigene Verantwortung sowie auch die Verantwortung meiner Eltern übernehmen. Ob Kind oder Erwachsener bildet jeder seine eigene Lebensstrategie. Für meine Erholung und Entspannung war meine Strategie das kreative Malen. So schöpfte ich aus meiner eigenen Fantasiewelt. Ich malte bunte Prinzessinnen, Schlösser und Häuser. Wege die ins unendliche führten.
Auf Papier konnte ich alles in Ruhe ausdrücken und mich dabei erholen. Es war für mich einfach eine Hingabe, meinen Gedankengängen freien Lauf zu lassen. In diesem Moment war ich frei von Belastungen. Nachdem hatte ich auch Lust meine Hausaufgaben zu erledigen!
Nach vielen Veränderungen während meinem Werdegang, gelangte ich erneut ans Malen. So entschloss ich die Ausbildung als Maltherapeutin zu absolvieren. Wenn ich achtsam die äussere Welt in seiner Farbenvielfalt betrachte, fühle ich mich mutig. Diese prächtige Vielfalt auf kreative Art umzusetzen. Für mich ist die Welt farbig, auch in seiner Finsternis.
Der Begriff Maltherapie wird sowohl für gestaltungstherapeutisches und tiefenpsychologische oder anthroposophische Verfahren der Kunsttherapie verwandt. Sie beruhen auf unterschiedlichen theoretischen Voraussetzungen und sind mit verschiedenen Methoden der Kunsttherapie verbunden. Dabei stehen entweder die symbolische Bedeutung und Wirkung der Darstellungen oder die unmittelbare Wirkung der Farbe auf den Klienten und den Malprozess selbst im Vordergrund. Oft braucht das zu Beginn etwas Mut, falls sie zu den Menschen gehören, die denken, dass sie nicht malen können. In unserem Malatelier, biete ich die Maltherapie nach der PTM Methode, (Prozessorientiertes therapeutisches Malen) an. Das prozessorientiertes therapeutische malen ist eine eigenständige Therapieform die vier Ebenen umfasst, die klassische Farbenlehre, die Befunderhebung, den Farbtest. Die Arbeit mit Körperbildern beinhaltet, die Prozessarbeit über Bilder und Symbolsprache (-Sinnbilder). Zudem schaffe ich mit den sieben Chakras-Energiezentren. Die Lichtgittermandalas werden gestaltet, gemalt und wirken im angehenden Prozess als Kraftbilder. Das Malen wird mit Ressonanz-Gouache Farben mit den Händen oder mit dem Pinsel auf Blattpapier durchgeführt. Die Masse des Papiers sind wie folgt einzuhalten: Bei Erwachsenen 100cm auf 120 cm und bei Kinder 50 cm auf 70 cm. Der Raum in dem man malt, soll geschützt sein. Durch die Gegebenheiten können äussere Faktoren und Einflüsse unterbunden werden. Das eigene Potenzial und die Selbstsicherheit werden dadurch vermehrt entfaltet. Es wird grundsätzlich im Stehen gemalt. Verwendet wird als Therapie der Vorgang des Malens, jedoch steht nicht das Ergebnis im Vordergrund. (Es gibt kein „schön“ oder kein „hässlich“)!
Durch Farben und ein prozessorientiertes therapeutisches Malen kann Heilung entstehen. Beim Malen wir das schöpferische Potential geweckt. Durch wiederholtes Malen verstärkt sich die Wahrnehmung der inneren sowie äusseren Bilder. „Mit der Kunst zu mehr Gelassenheit“!
Die unbewussten und bewussten Prozesse werden aktiviert. Wir fühlen uns im Hier und Jetzt. Es wirkt beruhigend auf Körper und Geist.
Ich verwende in meiner Arbeit alle vier Prinzipien. Die Arbeit mit Körperbildern ist sehr spannend und sehr hilfreich eigene Energien, Blockaden aufzulösen. Das Körperbild zeigt eindrücklich, wo der Mensch zurzeit in seinem Leben steht und seine Art, wie er sein Leben bewältigt. Die Variante der Symbolsprache nutze ich z.B bei undefinierbare und definierbare Angst und arbeite mit Farben und Symbole. Somit wird die Angst in Bildern dargestellt, wie Sie entstehen, wie sie sich zeigen und wie man Ängste durch einen Malprozess verwandeln kann. Gleichzeitig zu erwähnen ist, dass drei von zehn Menschen unter Ängsten/Panikattacken leiden und dies ist nicht wenig. Es ist schwierig sich mit den eigenen Ängsten auseinanderzusetzen und braucht viel Mut. Hinter der Angst können sich auch Krankheiten oder verschiedenste Gefühle, Aspekte und Mechanismen verbergen, welche durch Angst unterdrückt werden.
Die Angst hat keine Rechte, einem das Leben einzuengen.

Seelenbilder:
Nicht der Körper hat eine Seele, sondern die Seele einen Körper. Unter vielen Möglichkeiten haben wir als Seele gewählt, zu erfahren, wie es ist, Mensch zu sein und aus der Einheit heraus die Dualität zu erleben. So haben wir mehr oder weniger vergessen, das wir in der Essenz unverletzlich, wunderschön, lichtvoll und Liebe sind. Wir lernen uns mit unseren Teilaspekten zu identifizieren und verlieren den Bezug zu unserer Mitte, unserer Wahrheit, unserem ICH BIN. Das Seelenbild soll uns an unsere Essenz, unser Potential erinnern. Mit der Erklärung des Seelenbildes können wir vielleicht manche ungeklärte Alltagssituation in einer ganzheitlichen Sichtweise verstehen und angehen lernen.
